Weiberwirtschaft Wiederstein

Stonic

 Köhlensäurehaltiger Tonic mit Chinin.
€ 6,90 
€ 6,90 
€ 690


Lieferbar in 5 Werktagen

30 Tage Rückgaberecht

Zum Produkt

Was ist Tonic eigentlich?
Vereinfacht gesagt, ist das klassische Tonic Water ein mit Chinin versetztes, kohlensäurehaltiges Wasser. Wahlweise wird Zucker beigemengt, nach Geschmacksrichtung Fruchtsäuren. Je höher der Gehalt des Chinins, desto bitterer ist der Geschmack. Chinin wird aus der Rinde des Cinchonabaumes gewonnen, auch Chinarinden- oder Fieberbaum genannt. Dieser stammt trotz seines Namens nicht aus Asien, sondern aus Südamerika. ‘Tonic’ heißt übersetzt aus dem Englischen ‘kräftigend, stärkend’, das griechische ‘tonikos’ bedeutet ‘Spannkraft gebend’.

Stonic von Wiederstein wurde dem Auszug der Chinarinde noch Gewürze (schwarzer Pfeffer, Galgant, Piment, Muskatnuss und Kardamom) und frische Kräuter (Rosmarin, Kaffirlimettenblätter) beigegeben.  Hier wird kein extrahiertes Chinin verwendet sondern durch die Auslaugung der geschnittenen gelben und roten Chinarinde der eigene bittere Sud erhalten. Nach einjähriger Versuchszeit, wurde die besondere Mischung gefunden. Die optimale Abstimmung der Kräuter und Gewürze mit beiden Gins: Giny und bezaubernde Giny stand für Wiederstein im Vordergrund. Vor allem hat sie die Süße in den handelsüblichen Tonics gestört. Die Werte liegen hier zumeist bei rund 90 g/L. Unser Stonic enthält 65 g/L Zucker aus österreichischer Zuckerrübe und hat somit um rund 1/3 weniger Zuckergehalt als andere Tonics. Danach wird das gekühlte Tonic mit einer sterilen Flaschenfüllanlage abgefüllt in weiße Bügelverschlussflaschen und dabei mit Kohlensäure versetzt, des Weiteren  Etikettiert und in Kisten geschlichtet.

Manufaktur

Weiberwirtschaft Wiederstein

Schnapsbrennerinnen gibt es nicht viele in Österreich, Winzerinnen auch nicht. Grete Wiederstein steht am Brennkessel, Tochter Birgit im Weinkeller. Gemeinsam sorgt das Göttlesbrunner Frauen-Duo für entspannte Genüsse. Begonnen hat es mit den ersten Jahrgängen Wein, die Birgit Wiederstein im niederösterreichischen Göttlesbrunn abgefüllt hat. „Irgendwie war meiner Mutter immer leid um die vielen Trauben“, erinnert sich die Winzerin, zumal sie das Lesegut von jeher nur schonend auspresste, die zu entsorgenden Rückstände also noch recht saftig waren. „Also beschloss sie, eine Art Grappa daraus zu erzeugen.“ Das war der Startschuss zur inzwischen 20 Jahre währenden „Two-women-show“ im Weinbaugebiet Carnuntum.
Der „Resteverwertung“ im Keller folgten nicht nur reinsortige Tresterbrände. Heute erzeugt Grete Wiederstein, die mit 40 Jahren als Quereinsteigerin zum Brennen kam, neben den Austroklassikern Himbeere, Kirsche und Marille auch eigene Kreationen. Der Orangenbrand aus der „Weiberwirtschaft“ sorgte für Aufsehen, mittlerweile kommen aus der Verschlussbrennerei zwei Gins und der aus Zuckerrüben destillierte Rum-artige „Old Stone“. „Bezaubernde Gini“ wurde der London Dry Gin genannt, den Premium-Gin „Gini“ beschreibt sie als „Reisebericht einer Schwalbe“. Bei der Namensgebung der Produkte schwingt der Hang zur Poesie der beiden Damen mit. Birgits ersten Weinen „Venus“ und „Die Diva“ folgten Abfüllungen, die „Rhea“ oder „Ein Traum“ heißen. Selbsterklärend ist der rare „Blaufränkisch wie damals“, von dem nur in guten Jahren etwa 600 Flaschen produziert werden: Der Wein wird mit den Füßen gestampft, spontan vergoren und nur mit der Erdanziehungskraft über das Gefälle befördert anstatt gepumpt, unfiltriert ist er und darf bis zu vier Jahre reifen.

Trotz aller technisch unterschiedlichen Vorgänge im Weinkeller und am Brennkessel gibt es Gemeinsamkeiten in der „weiberwirtschaftlichen“ Herangehensweise: „Wir machen alles selbst, auch die Basisarbeiten wie Schaufeln, somit geht alles durch die eigenen Hände und unsere Sensorik“. Man hilft sich lieber gegenseitig, dafür stehe auch „nie jemand da und fragt ‚Was soll ich als nächstes machen?‘“. Das mag beschwerlich klingen, Stress habe man bei der Arbeit im Carnuntumer Ort aber nie: „Alles darf bei uns so lang brauchen, wie es eben dauert“, schildert Wiederstein den Vorteil dieser Methode. Das Geheimnis der weiblichen Destillate und Weine hört sich somit fast zu einfach an: „Es ist eben super entspannt bei uns.“