8 Fakten zum Grünen Veltliner

Freitag, 25. Oktober 2019

8 Fakten zum Grünen Veltliner

Herkunft
Grüner Veltliner ist eine autochthone Rebsorte in Österreich. Sie ist eine natürliche Kreuzung aus Traminer und einer Rebsorte namens St. Georgen – benannt nach dem burgenländischen Ort St. Georgen am Leithagebirge, wo man im Jahr 2000 den zweiten Veltliner-Elternteil aufgefunden und als solchen identifiziert hat.

Verbreitung
Jeder dritte Rebstock ist ein Grüner Veltliner, er ist mit 14.423 Hektar die bedeutendste Rebsorte Österreichs. Hauptverbreitet ist er in Niederösterreich. Im Burgenland ist der „GV“ die wichtigste Weißweinsorte und in Wien stellt er mit 137 Hektar rund ein Fünft el der Rebfläche. Auch weltweit wird immer mehr mit dieser Rebsorte experimentiert – speziell in Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Ebenso in Deutschland, der Schweiz und sogar in Australien, Neuseeland und den USA laufen Versuche, die Sorte heimisch zu machen.

Synonym
Sein wenig gebräuchlicher Zweitname ist Weißgipfler – abgeleitet von der typischen weißwolligen Behaarung der Triebspitzen. Mit dem Roten Veltliner und Frühroten Veltliner ist er nicht verwandt.

Geschmack
Apfel, Birne, Zitrus und Steinobstnoten – typisch für den Grünen Veltliner ist sein würziges, oft pfeffriges Geschmacksbild. Er kann ein leichter, spritziger Sommerwein sein, oder klassisch fruchtiges Mitden. Weine bis 12 % Alkohol und Veltliner-Sekte werden am besten kühlschrankkalt mit 7° bis 8° C eingeschenkt. Für klassische Mittelgewichte gilt kellerkalt als optimal. Kräf ige Veltliner ab 13 % und Süßweine entfalten sich bei 12° C am besten. Kein Grüner Veltliner gehört in den Eiswürfelkübel, weil sich eisgekühlt der Geschmack verliert.

Trinkglas
Das richtige Glas ist leicht bauchig und verjüngt sich etwas nach oben, damit das Bukett konzentriert von der Nase aufgenommen werden kann. Für leichte Veltliner und Süßweine sind nicht zu voluminöse Kelche optimal. Für kräftige Veltliner, die eventuell im Holz ausgebaut wurden, passen große, manchmal sogar sehr bauchige Burgunder-Gläser.

Speisebegleiter
Junge knackig-würzige GV schmecken zu Salaten, Gemüsegerichten und zur klassischen Brett ljause. Kräftigere Veltliner passen gut zu Fisch. Robuste, würzige Reserven oder Veltliner-Smaragde bieten bei dunklem Fleisch eine willkommene Alternative zu Rotwein.

Lagerung
Grüne Veltliner ab 13 % Alkohol zählen zu den langlebigsten Weinen überhaupt. Diese können bei optimaler Lagerung (dunkel, konstante Temperatur) Jahrzehnte reifen. Leichte Weine sollten innerhalb von einem Jahr getrunken werden. Mittelkräftige Weine mit 12,5 % halten bei kühler, dunkler Lagerung drei bis fünf Jahre.

Text: Hans Pleininger