Pannobile Winzer

Das sind neun Weine von neun befreundeten Weinfamilien aus Gols – und steht für ein gemeinsames Ziel: Den Geschmack des Burgenlands und der Region Neusiedlersee in einem perfekten Gebietswein zu betonen.
 
Einen Pannobile bitte! Der geübte Weingenießer hat dabei eine klare Vorstellung, worauf er sich da einlässt. Er weiß, wie der Wein in seinen Grundsätzen schmecken wird – auch wenn er diesen Wein vielleicht noch gar nicht gekostet hat. Das ist die Stärke von Pannobile. Aber auch viele Hobby-Weinliebhaber, die aus Wein keine Wissenschaft machen wollen, sondern sich unkompliziert an einem guten Glas Wein erfreuen wollen, wissen oft mit dem Begriff Pannobile etwas anzufangen. Burgenland? Fließt es dann aus ihnen heraus. Rot sowieso. Und vielleicht kommt sogar noch Gols? Richtig! Aber das ist lang nicht die ganze Wahrheit.
Pannobile – das ist heute eine der bekanntesten Weinmarken Österreichs und ein Weinstil mit klarem Herkunftsprofil, den neun Winzerfamilien aus Gols seit vielen Jahren gemeinsam pflegen und hochhalten. Die Weingüter – Paul Achs, Judith Beck, Andreas Gsellmann, Gernot und Heike Heinrich, Gernot Leitner, Anita und Hans Nittnaus, Gerhard und Brigitte Pittnauer, Claus Preisinger und Helmuth Renner und Rennersistas – sind nicht nur im Pannobile, sondern auch freundschaftlich verbunden und zählen allesamt zu den Top-Weinbetrieben Österreichs. Ihr gemeinsamer Pannobile wird vorrangig als Rotwein wahrgenommen, weil jeder der Winzerbetriebe Jahr für Jahr einen roten Pannobile vermarktet. Für die Produktion herangezogen werdendürfen nur vollreife Trauben der heimischen wie regionstypischen Sorten Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Ob der Pannobile reinsortig oder eine Cuvée aus zwei oder aus allen drei zugelassenen Rotweinsorten ist, ist dem Winzer freigestellt. Die verwendeten Trauben müssen in von den Winzern streng definierten Pannobile-Lagen in Gols gewachsen sein. Dieser auferlegte Gebietsschutz wurde erst vor vier Jahren etwas aufgeweicht, und die Ausdehnung nach Norden zum Leithaberg zugelassen, weil einige Winzer erweiterten und sich auch dort Top-Lagen sicherten.
Den Pannobile gibt es nicht nur in Rot sondern auch in Weiß. Und es gelten die selben klaren Regeln: Der weiße Pannobile darf nur aus weißen Burgundersorten (Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay) und Neuburger vinifiziert werden – als Cuvée aus den erlaubten Sorten oder reinsortig. Auch hier gilt: Die Trauben müssen in den definierten Lagen gewachsen sein.
Während alle neun „Pannobilisten“ einen roten Pannobile erzeugen, machen nur fünf einen weißen – Achs, Beck, Gsellmann, Leitner und Renner. Ob ein Pannobile ein Pannobile sein darf, beantworten alle Winzer gemeinsam in einer finalen, alles entscheidenden Verkostung. „So entsteht Jahr für Jahr eine breitgefächerte Palette von Weinen, die erkennbar aus der selben Familie stammen, aber mit höchst individuellen Persönlichkeiten“, beschreiben die Winzer ihre Philosophie. „Es soll auch nie ein schwerer Wein sein. 12,5 bis 13,5 Volumsprozent Alkohol sind die Regel“, betont Hans Nittnaus, der der Erfinder des Namens Pannobile ist. Kreiert hat er das Wort 1990. Die „Kreuzung“ von Pannonien und nobel sagt alles über den Wein aus: gebietstypisch und qualitätsvoll.
Nittnaus stiftete den einprägsamen Namen für die 1994 enstandene Golser Winzervereinigung, der am Anfang sieben Weinbetriebe angehörten. 1998 kam Gerhard Pittnauer dazu und 2004 komplettierte Claus Preisinger die Gruppe: Neun Individualisten, die sich aber gemeinsam weiterentwickeln. „Wir wissen genau, wo wir hinwollen. Jeder für sich und alle gemeinsam“, sagt Gründungsmitglied Paul Achs.
Gemeinsam wird ab September der Pannobile-Tag gefeiert. Denn mit 1. September dürfen die Pannobile Weine in den Verkauf. Aktuell sind gerade die 2015er-Pannobile in den Handel und die Gastronomie geflossen. Der Jahrgang gilt bei Rot als einer der Allerbesten der vergangenen Jahre – und als lagerfähig. Aber auch 2015 in Weiß macht bei den Burgundersorten viel Freude, wie die ersten Verkostungen schon zeigen. Außerdem punkten die Weine mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis. In der jeweiligen Winzer-Qualitätspyramide stehen die Pannobile-Weine weit oben. Jeder Winzer für sich hat über dem Pannobile nur noch seinen Top-Lagenwein oder seine Top-Cuvée.

Mit ihrem Qualitätsstreben gelten die Pannobilisten als Vorreiter in der Branche. Praktisch alle arbeiten nach biodynamischen Richtlinien. Acht von neun Betrieben sind Bio-zertifiziert. Und auch im immer stärker aufkommenden Natural-Wine-Bereich haben sie sich als Vordenker mit ihren Naturweinen schon einen Namen gemacht.

DIE NEUN PANNOBILE WEINGÜTER

Paul Achs bewirtschaftet 26 Hektar und gilt als Blaufränkisch-Spezialist. Die Top-Weine sind von Ungerberg, Spiegel und Altenberg.

Judith Beck hat ihre 15 Hektar Weingärten ausschließlich in Gols. Die Bio-Winzerin vertieft sich seit Jahren in Naturweine.

Andreas Gsellmann hat 21 Hektar. Seine Weine entstehen in Handarbeit. Daher zeigen die Weinetiketten die Hände des Winzers.

Gernot und Heike Heinrich sind der größte Pannobile-Betrieb mit fast 100 Hektar. Ihre Rotweincuvée Salzberg genießt Kultstatus.

Gernot Leitner ist mit elf Hektar das kleinste Pannobile-Weingut. Er will alles in einer Hand haben und verkörpert das klein, aber fein.

Anita und Hans Nittnaus erfanden den Namen Pannobile. Mit der Cuvée Comondor wurde ein Wein-Monument geschaffen. (40 ha)

Gerhard und Brigitte Pittnauer zeigen, dass große Weine nicht viel Alkohol brauchen. Laurent & Pinot-Spezialisten. (18 ha)

Claus Preisinger geht das Weinmachen unaufgeregt an. Auf 30 Hektar entstehen große Weine wie seine rote Cuvée Paradigma.

Renner Helmuth und Rennersistas: Vater und Töchter führen den 15 Hektar-Betrieb, dessen Top-Lagen ausschließlich in Gols sind.

Ihr Ansprechpartner

Michaela Salchegger

Tel: +436641217800

buero@pannobile.com

www.pannobile.com

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